Der Sommer ist nahezu vorbei. In einigen Tagen beginnt der Herbst und wettertechnisch kündigt er sich ja gerade auch lautstark an. Kühlere Nächte, stärkerer Wind und etwas mehr Dunkelheit ziehen allmählich ein. Für mich bedeutet der Herbst auch wieder zur Ruhe zu kommen. Eine Zeit, sich wieder auf sich zu besinnen, gemütlich zu werden. Ich liebe den Herbst und all seine Gedanken, die er mit sich bringt.
Seit diesem Sommer gibt es meine Aquarell-Workshops unter dem Namen „Pinsel statt Bildschirm“ – in Cottbus, dem Spreewald und der Lausitz. Entspannte Malkurse für Anfänger, ganz ohne Vorkenntnisse. Zwei Malkurse hab ich schon hinter mir, weitere sollen folgen.

Vom Bildschirm zum Pinsel – wie alles begann
Heute schaue ich zurück. Auf den Sommer. Denn für mich war es nicht irgendein Sommer. Er war besonders, weil ich Neues gewagt habe: ich habe zum ersten Mal anderen Menschen meine Liebe zur Aquarellmalerei näher gebracht. Und nun – nach dem zweiten Workshop – kann ich mit Gewissheit sagen, dass es mich unheimlich erfüllt. Alleine in diesen zwei Mini-Kursen habe ich so viel gelernt: über andere Menschen, über mich, über die Fähigkeit anderen etwas zu erklären und welche Wirkung Hand-Werk auf uns hat. Wir wurden kreiert um zu kreieren. Und das meine ich gar nicht im göttlich-religiösen Sinn. Es steckt einfach in uns, Dinge zu erschaffen. Und vor allem die letzten Jahre, die Jahre der immer stärker voranschreitenden Digitalisierung, zeigen auch deutlich, wie sehr wir Menschen Verbindung und haptische Erfahrung brauchen. Dieses Gefühl, oder besser gesagt Bedürfnis, habe ich bei mir selbst schon lange gespürt. Und nach vielen Gesprächen stelle ich fest, dass es nicht nur mir so geht. Im Grunde wollen wir alle das Gleiche: ein unkompliziertes und ruhiges Leben. Einen kleinen Beitrag dazu leiste ich mit meinen Aquarell-Workshops: Pinsel statt Bildschirm.
Aquarell-Workshop in Sielow bei Cottbus: Blumen, Farbe und ein Stück Ruhe
Mitte Juni fand die Auftaktveranstaltung im wunderschönen Stara Lodka in Sielow statt. Seit Jahren hab ich davon geträumt, einfach mal einen kleinen Workshop zu veranstalten. Beim Träumen blieb es aber auch. Doch in diesem Jahr fasste ich mir ein Herz und ging auf Katrin und Sven zu. Die beiden haben das alte Gebäude in Sielow liebevoll hergerichtet und ein richtiges Schmuckstück gezaubert. Neben einem tollen Eingangsbereich mit kleinem Tresen gibt es eine „Stube“ für Veranstaltungen und noch ein „Herrenzimmer“. Rustikaler Landhausstil trifft auf irischen Pub. Wer einmal die Gelegenheit hat, das Stara Lodka zu besuchen, sollte es tun. Es lohnt sich. Als die Gedanken zum Workshop reiften, erinnerte ich mich an einen Adventsspaziergang mit meinen Kindern. An diesem Abend haben wir das kleine Lädchen das erste Mal kennengelernt. Es war so gemütlich und auch geschmackvoll hergerichtet. Der perfekte Ort für meinen ersten Aquarellabend.

Sven und Katrin waren von der Idee, einen Malkurs auszurichten, ganz angetan. Ein ganz anderes Angebot als bisher, dachten die beiden. Und so gingen wir an die Planung. Ein kleines Infobild war schnell erstellt und per WhatsApp verteilt. Schnell trudelten die ersten Anmeldungen ein und nach wenigen Tagen war der Kurs bereits ausgebucht. Jetzt musste ich natürlich liefern. Wer mich kennt, weiß, dass ich mir in allem viel Mühe mache. Oft bin ich perfektionistisch und gehe gern die Extra Meile. So war es natürlich auch bei meinem allerersten Aquarell-Workshop. Und diese Mühe hat sich mehrfach gelohnt.
Meine erste „Gruppe“ werde ich wohl nie vergessen. So liebe Teilnehmer, so viel Zuspruch und so viel Freude machten diesen ersten Mini-Kurs für mich zu einem ganz besonderen. Das Motto für den ersten „Pinsel statt Bildschirm“-Abend war Blumen. Wie könnte es anders sein. Von der Zusammenstellung der Palette über den Pinsel bis hin zum Referenz-Blumenstrauß war alles aufeinander abgestimmt. Nach ein paar Aufwärmübungen folgte eine kleine Einführung in die Besonderheiten von Aquarell, welche Pinselführungen heute gebraucht werden und wie sich die Farben auf dem Papier verhalten. Und die Idee – Pinsel statt Bildschirm – um mal aus dem hektischen Alltag herauszutreten, ging auf. Zwischendrin war es mucksmäuschenstill, weil jeder in seinem Flow war. Eine Teilnehmerin meinte zu mir: „Das ist ja wie Meditation hier. Man kommt so richtig runter.“ Und genau darum geht es für mich: zu entspannen, die Hektik zu vergessen und ein Erlebnis zu schaffen.

Herbstliche Kränze in Luckau – der zweite Streich
Den ersten Test hatte ich also bestanden. Nach dem Abend im Juni dachte ich: Das will ich nochmal machen. Es macht riesigen Spaß, ist genau mein Thema und ich lerne selbst sehr viel dabei. Und so reiften die Gedanken, einen weiteren Workshop zu veranstalten. Und der fand diesmal vormittags in Luckau statt. Gleiches Konzept, anderes Motiv. Über eine gemeinsame Freundin lernte ich Daniela vom Wollzimmer in Luckau kennen. Bereits beim ersten kennenlernen war der Termin besiegelt und die Vorbereitungen konnten losgehen.
Mitte September war es dann soweit. Gemeinsam haben wir den Herbst eingeläutet und einen Blätterkranz in herbstlichen Farben gemalt. Das war etwas herausfordernder als erwartet, dennoch hat es funktioniert: jede Teilnehmerin konnte einen herbstlichen Kranz mit nach Hause nehmen. Die Stimmung war heiter und entspannt.

Ich liebe es, anderen Menschen dabei zu helfen, ihre Kreativität zu entdecken. Sich selbst zu entdecken auf diese Art und Weise. Aquarell ist ein herrliches Einstiegsmedium dafür. Es verzeiht kleine Missgeschicke (Bob Ross würde Happy Accidents sagen), es bringt einen schnell in den Flow-Zustand und jedes Mal lernt man wieder etwas dazu. Doch das Schönste an diesen Workshops ist, dass Menschen zusammenkommen, um kreativ zu schaffen. In einer digitalisierten Welt tut es uns gut, ab und an den Bildschirm auszumachen und die Hände zu benutzen. Fast wie eine kleine Renaissance.
Wenn du selbst mal reinschnuppern willst: Meine aktuellen Termine, Preise und die Anmeldung findest du auf meiner Workshop-Seite. Schnell sein lohnt sich. Die Plätze sind meist schnell vergeben. Ich freu mich auf dich!













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